Dienstag, 03. Juli 2012 | Neonazismus | Antifaschismus

Naziproblem in Köln-Zollstock

Aktivitäten von Neonazis in Köln-Zollstock nehmen zu

In den letzten Monaten häufen sich die Meldungen über Aktivitäten von Nazis im Kölner Stadteil Zollstock. Angefangen hat es mit ein paar Schmierereien und Aufklebern. „Frei, sozial und national“ stand auf ihnen geschrieben, oder  „Nationaler Sozialismus jetzt!“. Mittlerweile sind ganze Straßenzüge im Viertel mit rassistischer Hetze in Form von Graffitis, Plakaten und Aufklebern verunstaltet. Neuerdings kommt es auch zu Drohungen gegenüber Andersdenkenden.
Hinter den Schmierereien und Drohungen steckt eine relativ kleine, aber äußerst aktive Clique von Neonazis. Ausgangspunkt der meisten Aktivitäten ist die Wohnung von Jan Fartas im Kalscheuer Weg 2. Im direkten Umfeld seiner Wohnung finden sich daher auch die meisten Graffitis und Schmierereien.

Die Gruppe um Jan Fartas ist nicht nur in Zollstock aktiv, sondern auch bei so gut wie jedem Neonaziaufmarsch der letzten Monate. Ob bei einem extrem rechten Aufmarsch in Stolberg bei Aachen oder einer Solidaritätskundgebung für in Untersuchungshaft sitzende Neonazis in Dortmund und zuletzt beim Naziaufmarsch am 02. Juni 2012 in Hamburg.
Nachdem die Nazischmierereien in den letztem Monaten immer wieder von AntifaschistInnen entfernt wurden, fand am 24. Juni 2012 eine erste größere Aktion in Zollstock statt, bei der über 30 AntifaschistInnen  Flugblätter mit Informationen über die Neonazi-Clique im Viertel verteilten, um auf deren Aktivitäten aufmerksam zu machen.
Anschließend zogen die AntifaschistInnen nochmals durch Zollstock, um rechte Propaganda im Stadtbild zu entfernen und die Briefkästen des Stadtteils mit Flugblättern zu bestücken. Diese Aktion in Zollstock soll erst der Startpunkt gegen Nazistrukturen in Kölner Stadtvierteln und Umland sein.

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Nazischmierereien vor dem Wohnhaus von Jan Fartas

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Zollstocker Neonazi

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Antifaschist_innen vor dem Wohnhaus von Jan Fartas, Kalscheuer Weg 2