Mittwoch, 25. Januar 2012 | Pressemitteilungen | Presse
Am 28. Januar 2012: Kalk wieder dicht machen!
Pressemitteilung des „Bündnis gegen »pro Köln/pro NRW«“ vom 25. Januar 2012
Dutzende Initiativen, Organisationen und Parteien rufen mittlerweile neben den Bündnissen „gegen »pro Köln/pro NRW«“ und „Schäl Sick gegen Rassismus“ dazu auf, den „Pro Köln“-Aufmarsch am 28.01. in Köln-Kalk zu verhindern. Der vom Kölner Polizeipräsidenten und dem Kölner Stadt-Anzeiger gestartete Versuch, antifaschistische GegendemonstrantInnen zum eigentlichen Problem zu erklären, hat zu großer Empörung und verstärkter Mobilisierung geführt.
Zu viele Menschen haben erkannt, dass der alle Jahre wieder aufkommende Vorschlag, die extreme Rechte durch Nichtbeachtung zu „strafen“, in die falsche Richtung führt. Nicht nur die mittlerweile 25-jährige Erfahrung mit den „pro Köln“-Kadern und ihren zahlreichen Vorläuferorganisationen hat das hinlänglich bewiesen. In Dresden z. B. haben die erfolgreichen Verhinderungsaktionen der letzten Jahre dazu geführt, dass der Neonazi-Aufmarsch am 18.Februar nicht mehr stattfinden wird. Dieser Aufmarsch hatte sich zur größten europäischen Neo-Nazi-Demonstration entwickelt, nachdem er zunächst jahrelang ungehindert stattfinden konnte.
Bernd Lober, „Bündnis gegen »pro Köln/pro NRW«“: „»pro Köln« konnte in den Jahren 2003 -2007 nahezu ungestört agieren und hat in dieser Zeit Strukturen aufgebaut, mit denen wir heute zu kämpfen haben. Die vorgeschlagene Paktiererei, »pro Köln« den Aufmarsch zu ermöglichen, damit sie in Kalk Ruhe geben, ist absurd. »pro Köln« wird weiter die Strategie der rassistischen Hetze und Provokation fahren. Dabei ist völlig unerheblich, ob das in Kalk, Poll, Nippes oder sonstwo passiert. Rassisten und extreme Rechte werden dort stark, wo man ihnen den Raum dazu lässt. Deshalb werden wir am Samstag alles daran setzen, den Aufmarsch zu vehindern.“
Kalk soll am Samstag von der Polizei hermetisch abegriegelt werden, um den „Pro Köln“-Marsch zu ermöglichen. Die KVB wird die Haltestellen Kalk Post und Kalk Kapelle nicht anfahren. Den Markt-Händlern wird von der Polizei untersagt, ihre Stände aufzubauen, der Kalker Einzelhandel wird durch die weiträumigen Absperrungen schwere Verluste erleiden. Daher fordern wir die Kalker Bevölkerung am Samstag um 9:00 Uhr zum „Shoppen gegen Rechts“ auf der Kalker Hauptstrasse auf.
„Bündnis gegen »pro Köln/pro NRW«“