Die Staatsanwaltschaft wirft den Akteuren des „Aktionsbüros Mittelrhein“ offen gewalttätiges Vorgehen vor – nach der Razzia vom Dienstag sitzen noch 23 Neonazis in Untersuchungshaft. Das militante „Aktionsbüro“, bei dem auch NPDler mitwirkten, arbeitete mit Kameradschaften in Köln, Leverkusen, Aachen oder Wuppertal zusammen.
„Braunes Haus“ nannte die NSDAP ihre Münchener Zentrale. „Braunes Haus“, so nannten die Neonazis vom „Aktionsbüro Mittelrhein“ auch ein unscheinbares Haus an der Bad Neuenahrer Weinbergstraße. Einige von ihnen lebten dort seit Anfang 2010 in einer Wohngemeinschaft. Ein Rückzugsraum, aber auch der Ausgangspunkt für verschiedenste Aktionen. Am Dienstag wurden die Bewohner abgeführt. Sie gehörten zu den 24 Neonazis, gegen die das Amtsgericht Koblenz Haftbefehle erlassen hat und von denen aktuell noch 23 einsitzen. In Bad Neuenahr hofft man nun, dass der braune Spuk rund ums „Braune Haus“ ein Ende hat, jetzt, da die Mieter erst einmal verhindert sind.