Artikel mit den Tags: Kalk

Montag, 30. Januar 2012 | Antifaschismus | Rechtspopulismus

Rede der Antifa' Koordination Köln & Umland (AKKU)

auf der Kundgebung des „Bündnis gegen »pro Köln/pro NRW«“ am 28. Januar 2012

Und schon wieder gehen wir hier in Kalk auf die Straße, schon wieder schlagen wir uns unser Wochenende um die Ohren, um uns den Rassistinnen und Rassisten von Pro Köln entgegenzustellen.

Wir könnten es uns doch auch so einfach machen und die Rolläden vor den Fenstern runterlassen. Einfach nicht hinsehen. So der Vorschlag des Kölner Polizeipräsidenten für diesen Tag.

Was ist eigentlich los in diesem Land? Gerade erst ist aufgedeckt worden, dass der sogenannte Verfassungsschutz jahrelang Naziterroristen gedeckt und finanziert hat. Und jetzt kommt von Seiten der Polizei aus der Vorschlag, Rechtsradikale zu ignorieren?

Sie einen einzigen Tag durch Kalk ziehen zu lassen und dann ist der Spuk vorbei? Wäre das echt so einfach? Bloß die Augen zu machen, und danach sehen wir sie niemals wieder, ja?

Sonntag, 29. Januar 2012 | Pressemeldungen | Kölner Stadt-Anzeiger | Presse

Demo bleibt weitgehend friedlich

Kölner Stadt-Anzeiger vom 29. Januar 2012

Die von „Pro Köln“ initiierte Demonstration in Köln Kalk ist am Samstag ohne größere Zwischenfälle zu Ende gegangen. Den knapp 100 Teilnehmern der Vereinigung standen ein Großaufgebot der Polizei und rund 1000 Gegendemonstranten gegenüber.

Köln - Ohne Ausschreitungen ist am Samstag die Demonstration der Vereinigung „Pro Köln“ in Kalk zu Ende gegangen. 91 Rechtsextreme standen knapp eintausend Gegendemonstranten gegenüber. Geschützt wurde die Veranstaltung von 1700 Polizisten aus dem ganzen Bundesgebiet. Vereinzelt lieferten sich Beamte kleinere Rangeleien mit Gegendemonstranten, die Absperrungen ignorierten.

Sonntag, 29. Januar 2012 | Pressemeldungen | Presse | NRW rechtsaußen

Rechtspopulisten ziehen zum Autonomen Zentrum

NRW rechtsaußen vom 29. Januar 2012

KÖLN – Lediglich etwas mehr als 90 Rechtspopulisten demonstrierten am Samstag in Köln-Kalk. Ihr Ziel, in der Wiersbergstraße beim Autonomen Zentrum eine Kundgebung abhalten zu können, erreichten sie. Ansonsten: Wenig Neues bei der „Bürgerbewegung“.

Aus den Lautsprechern tönt Hans Albers. Der ist seit mehr als einem halben Jahrhundert tot und bietet damit für „pro Köln“ den unschätzbaren Vorteil, dass er sich nicht mehr wehren kann, wenn seine Lieder bei Veranstaltungen der extrem rechten, angeblichen „Bürgerbewegung“ gespielt werden. Anders als Marius Müller-Westernhagen, dessen Management wissen ließ, dass sein in der Vergangenheit bei Demonstrationen der Rechtspopulisten häufig gehörter „Freiheit“-Song nicht kompatibel ist mit einer Politik, wie sie die „Pro-Bewegung“ betreibt.

Samstag, 28. Januar 2012 | Pressemeldungen | koeln.de | Presse

Rechte Demo: Grünen-Politiker kritisieren Polizeipräsident

koeln.de vom 28. Januar 2012

Ein politisches Nachspiel wird die Demonstration der rechtsextremen Ratspartei „Pro Köln“ vom Samstag durch Kalk haben. Die grünen Abgeordneten Andrea Asch und Volker Beck wollen die Polizei-Strategie im Landtag zur Sprache bringen. „Zum ersten Mal hatte ich den Eindruck, dass der Spruch ‚Deutsche Polizisten schützen die Faschisten‘ stimmt“, sagte Asch.

Rund 2.000 Polizisten waren im Einsatz, schon gegen vier Uhr morgens war begonnen worden, den Demonstrationsweg über die Kalker Hauptstraße weiträumig abzusperren. Dadurch war auch der Zugang zur genehmigten Gegenkundgebung erheblich erschwert. „Das ist nicht verhältnismäßig“, urteilte Beck über die Strategie von Polizeipräsident Wolfgang Albers. Trotzdem fanden sich insgesamt mehrere hundert Gegendemonstranten ein.

Samstag, 28. Januar 2012 | Pressemeldungen | Presse | Report K

80 „Pro Köln“- Marschierer erreichen unter massivem Polizeischutz politischen Etappensieg

Report K vom 28. Januar 2012

Die als rechtsextrem geltende Bürgerbewegung „Pro Köln“ marschierte heute in Köln-Kalk und zog vom Polizeipräsidium bis in die Wiersbergstraße vor das Autonome Zentrum. Der Marsch hatte im Vorfeld durch Äußerungen des neuen Kölner Polizeipräsidenten Albers, SPD, diesen nicht zu beachten, kontroverse Diskussionen ausgelöst. Nach dem Marsch ist eines noch klarer:  „Ignorieren“, wie es Albers gefordert und darin etwa vom „Kölner Stadtanzeiger“ unterstützt wurde, ist alles andere als der richtige Weg. Traurig stimmt, dass der Aufmarsch von „Pro Köln“ und eine massive Einschränkung der Gegendemonstration, ausgerechnet am 67. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz stattfand.

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