Artikel mit den Tags: Düsseldorf

Dienstag, 13. März 2012 | Pressemeldungen | Presse | Rheinische Post

Polizei nimmt auch NPD-Funktionäre fest

Rheinische Post vom 13. März 2012

Koblenz (RPO). Mit einer groß angelegten Aktion ist die Polizei gegen das rechtsextreme "Aktionsbüro Mittelrhein" vorgegangen. In Zusammenhang mit der Aktion wurde in Düsseldorf der stadtbekannte Neonazi Sven S. festgenommen. Unter weiteren Verhafteten in drei Bundesländern sind laut Staatsanwaltschaft auch mehrere Mitglieder und Funktionäre der NPD

"Das zeigt, dass wir dem rechten Sumpf konsequent Paroli bieten“, erklärte NRW-Innenminister Ralf Jäger in Düsseldorf. „Heute ist es gelungen, Drahtzieher der rechtsextremistischen Szene dingfest zu machen. Wir halten Wort: Der Ermittlungsdruck auf die Neonazis wird deutlich erhöht, kriminelle Aktivitäten rechtsextremistischer Straftäter werden entschlossen geahndet."

Sonntag, 05. Februar 2012 | Pressemeldungen | Presse | NRW rechtsaußen

Neonazis wollen „rote Hochburg erobern“

NRW rechtsaußen vom 5. Februar 2012

MÜNSTER – Sechs Jahre nachdem in Münster zwei Neonazi-Demonstrationen ziemlich kläglich endeten, startet die Szene einen neuen Versuch. Am 3. März soll in der Stadt auf die Straße gegangen werden. Sascha Krolzig, Anführer der „Kameradschaft Hamm“ und laut Münsterscher Zeitung offenbar der Anmelder der Veranstaltung, hat sich viel vorgenommen: „Diesmal geht es nicht darum, in Münster überhaupt mal irgendwas zu machen, diesmal geht es darum, eine rote Hochburg zu erobern“, tönte er vor ein paar Tagen.

In Münster existiert seit Ende 2009 eine kleine Truppe, die sich „Nationale Sozialisten Münster“ nennt. Ein paar kleinere, öffentlich wenig beachtete Aktionen hat sie vor Ort schon auf die Beine stellen können; ihr Personal, das aus einem knappen Dutzend Leuten besteht, nimmt regelmäßig auswärts an Demonstrationen der Szene teil. Mit kräftiger Unterstützung aus der Nachbarschaft – insbesondere durch die Hammer Kameradschaft, aber etwa auch durch die „Autonomen Nationalisten Ahlen“ sowie die Neonazis rund um Axel Reitz – will sie nun beweisen, dass sie auch daheim etwas öffentlichwirksam organisieren kann.

Freitag, 03. Februar 2012 | Pressemeldungen | Presse | NRW rechtsaußen

NPD-Chef Apfel mag Reitz nicht – Reitz den NPD-Chef aber auch nicht

NRW rechtsaußen vom 3. Februar 2012

PULHEIM – Der neue NPD-Chef Holger Apfel will auf Abstand zu Neonazis gehen, die sein Konzept einer angeblichen „seriösen Radikalität“ als zweifelhaft erscheinen lassen. Von Neonazis aus Hamm oder dem Düsseldorfer Parteifunktionär Manfred Breidbach hatte er sich bereits vor seiner Wahl verbal abgesetzt.* Inzwischen folgte auch eine Absage an „die Gruppen um Axel Reitz“. Der Pulheimer Neonazi zeigt sich wenig amüsiert, will es aber nicht zum endgültigen Bruch mit der Partei bzw. den Kräften, mit denen er dort zusammenarbeitet, kommen lassen.

Apfels Absage an Reitz & Co. ist nicht neu. Geäußert hat er sie bereits beim Bundesparteitag im November in Neuruppin. Der NPD-Zeitung „Deutsche Stimme“ war sie jedoch so wichtig, dass der Parteitags-Berichterstatter die Äußerung Apfels in der Januar-Ausgabe des Blattes in indirekter Rede hervorhob: „Zu extremen Auswüchsen am rechten Rand (zu nennen wären hier bspw. Arnulf Priem und die Gruppen um Axel Reitz) müsse ebenso Distanz gewahrt bleiben wie zu Parteien, die ihr Heil darin suchten, durch einseitige Parteinahme für Israel der Stigmatisierung als Rechtsextremisten zu entgehen.“

Dienstag, 24. Januar 2012 | Pressemeldungen | Presse | DerWesten

Helfer der Nazi-Terrorzelle setzte sich nach NRW ab

DerWesten vom 24. Januar 2012

Essen. Offenbar gibt es im Zusammenhang mit den Ermittlungen gegen den Nationalsozialistischen Untergrund eine SPur, die nach NRW führt. Ein Helfer der Organisation soll erst nach Hürth nahe Köln, später dann nach Düsseldorf gezogen sein.

Aus dem Helfernetz des rechtsterroristischen Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) führt nach Recherchen dieser Zeitung eine Spur nach Nordrhein-Westfalen. Wie aus einem Bericht des Bundesamtes für Verfassungsschutz hervorgeht, zog einer der zeitweise wichtigsten Unterstützer des NSU, der Aktivist des „Thüringer Heimatschutzes“ Carsten S., im Jahr 2003 aus Ostdeutschland nach Hürth bei Köln und später nach Düsseldorf. Zuvor hatte er das untergetauchte Terrortrio Beate Zschäpe, Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt mit Geld und logistischer Hilfe unterstützt. Das Trio hat aus Rassenhass mindestens neun Migranten und eine Polizistin erschossen.

Sonntag, 01. Januar 2012 | Pressemeldungen | Presse | Stadtrevue

»Wir haben auch hier tickende Zeitbomben«

Stadtrevue von Januar 2012

Rechtsextremismus-Experte Alexander Häusler im Interview

Drei Anschläge in NRW, zwei davon in Köln, gehen auf das Konto der Zwickauer Zelle. Der Rechtsextremismus-Experte Alexander Häusler über die militante Neonazi-Szene in NRW

StadtRevue:
Herr Häusler, laut WDR-Berichten gab es Verbindungen der nordrhein-westfälischen Neonazi-Szene, maßgeblich von Axel Reitz, Kopf der »Freien Kräfte Köln«, zur ZNeoi. Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe sollen an einem Nazi-Treffen in Erftstadt vor zwei Jahren teilgenommen haben. Hat Sie das überrascht?

Alexander Häusler:
Zunächst muss gesagt werden, dass die Aussage eines Aussteigers die bislang einzige Quelle für die Teilnahme der Zwickauer Mörder an besagtem Treffen ist. Daraus können noch keine gesicherten Erkenntnisse abgeleitet werden. Prinzipiell ist es nichts Neues, dass die militante Neonazi-Szene in NRW seit Jahren Kontakte in andere Bundesländer pflegt, auch in das Umfeld des ehemaligen »Thüringer Heimatschutzes« und der NSU.

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